Mein Herzenswunsch – eure Träume zu erfüllen!

20. Dezember 2020

Green weddings

Als ich mich dazu entschied, keine weiteren Komplettplanungen mehr anzunehmen & meinen Fokus wieder mehr auf andere Bereiche meines Lebens zu legen, wurde mir oft die Frage gestellt, wie ich zu dieser Entscheidung kam – war Hochzeitsplanerin doch der absolute Traumberuf vieler Frauen. Ist er mit Sicherheit auch – allerdings nicht für mich ;). Ich bin niemand der gerne tagelang am Schreibtisch sitzt & Verträge vergleicht, Angeboten hinterher telefoniert, … ich brauche den Kundenkontakt – bin gerne nah am Menschen. Das macht für eine Hochzeitsplanerin bei der Planung einer Hochzeit allerdings leider nur geschätzte 15% der Zeit aus. 

Was aber für mich ein noch viel größerer Aspekt war war, dass ich immer seltener meine Werte & meinen Lifestyle mit dem der Hochzeitsbranche (was aber glücklicherweise heutzutage immer häufiger thematisiert wird!) vereinbaren konnte. Legte ich privat immer mehr Wert darauf, mich fleischlos zu ernähren, so wenig Plastikmüll wie nur irgendwie möglich zu produzieren & meinen Konsum generell zu reduzieren; konnte ich mich mit dem Konsumverhalten auf Hochzeiten immer weniger identifizieren.

Klar, konnte ich gewisse Dinge direkt abblocken, wie z. B. dass es bei mir niemals weiße Tauben oder (eingefrorene!) Schmetterlinge gegeben hätte, aber überzeugt mal jemanden davon, keine Luftballons steigen zu lassen, wo es doch irgendwie mittlerweile dazu gehörte… Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft ich Sätze wie „man heiratet nur einmal“ hörte & ja, ich kann absolut verstehen, dass man als Brautpaar so denkt – aber als Hochzeitsplanerin bekommst du halt noch viel mehr Hochzeiten mit & dann gibt es ja nicht nur die „eigenen“. Jährlich finden so viele Hochzeiten weltweit statt, die unwahrscheinlich viele Tonnen Müll produzieren – da kommt es tatsächlich auf das Konsumverhalten jeder einzelnen Hochzeit an!

Natürlich kann man jetzt sagen, ich hätte auch einfach mein Angebot auf Eco-Weddings ändern können, aber dafür gibt es so viele wundervolle Planer/innen auf dem Markt, die sich seit Jahren damit beschäftigen & wirklich wundervolle Arbeit leisten!!

Ich möchte euch mit diesem Blogbeitrag keinesfalls belehren (ich habe für diese Einsichten selbst fast 28 Jahre gebraucht ;)), sondern lediglich ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie ihr auch während Eurer Planungszeit den Umwelt-Aspekt etwas im Auge behaltet & trotzdem ein wundervolles Fest haben werdet & Euch daran teilhaben lassen, was mich dazu gebracht hat, Anfang Dezember mein Hochzeitsplaner-Journal herauszubringen.

Bewusstheit bedeutet nicht unbedingt Verzicht ♥️ 

🌱 Die Location

Achtet bei der Wahl Eurer Location darauf, dass Ihr sie danach wählt, ob sie z. B. Produkte aus der Region verwendet, sich in der Nähe  der meisten Gäste befindet & durch eine nachhaltige Philosophie geprägt ist.

🌱 Die Müllentsorgung

Versucht Einwegprodukte wie z. B. Pappteller, Strohhalme und Papierservietten zu vermeiden & den Müll, der dennoch zustande kommt, sorgfältig zu trennen.

🌱 Die Papeterie

Erstellt doch anstatt der klassischen Einladungskarten eine Hochzeitshomepage und versendet die Save-the-date- Karten digital. Achtet auch bei der Berechnung der Stückzahl darauf, dass Ihr z. B. nicht für jeden Gast eine Einladungskarte benötigt, sondern nur pro Haushalt. Viele Druckereien bieten bereits den Druck auf nachhaltig zertifiziertem Papier, Graspapier usw. an.

🌱 Die Blumen

Achtet bei der Wahl Eurer Blumen nicht nur aus Kostengründen auf saisonale Ware. Sie haben auch geringere Transportwege und benötigen auch keine beheizten Treibhäuser.

Getrocknete Blumenblüten eignen sich ideal, um sie zum Beispiel nach dem Standesamt anstatt Konfetti oder Reis zu verwenden. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch umweltfreundlich & biologisch abbaubar.

🌱 Die Dekoration

Benutzt Elemente, die entweder geliehen sind oder im Anschluss als Dekoration verwendet oder verschenkt werden können.Verwendet überwiegend Dinge z. B. für Euer Notfallkörbchen, die Ihr auch später noch für Euch zu Hause gebrauchen könnt.

🌱 Das Brautkleid

Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an nachhaltiger Brautmode. Eine schöne Idee ist es auch, das Brautkleid von Deiner Mama oder Großmutter so umschneidern zu lassen, dass es Dir gefällt und Deinen Stil hat.

🌱 Die Ringe

Eine ganz besondere Note verpasst Ihr Eurem Ehering, wenn Ihr Erbstücke, die eventuell nicht mehr getragen werden, recycelt & daraus Eure eigenen Eheringe herstellt. Wenn Ihr die Ringe neu kaufen möchtet, könnt Ihr die Verwendung von „Öko- oder Fairtradegold“ in Betracht ziehen & darauf achten, dass die Ringe in Deutschland und somit durch faire Arbeitsbedingungen  hergestellt wurden. Außerdem werden so CO2-Emissionen gespart.

Diese & ganz viele weitere Tipps findet ihr in meinem personalisierten Hochzeitsplaner, den ihr hier bestellen könnt. Als ich mich Anfang des Jahres dazu entschloss, diesen Planer zu schreiben, war ich hin und her gerissen, ob ich ihn nur in digitaler Form anbieten sollte. Ich wollte nicht Wasser predigen & Wein trinken. Letztenendes entschloss ich mich dennoch dafür, ihn als Buch auf den Markt zu bringen, weil ich weiß, wie wichtig es ist, etwas „in der Hand“ zu haben, wenn es darauf ankommt.

Ich beschloss, ihn auf komplett recyceltem Papier & mit klimaneutralem Druck drucken zu lassen & außerdem pro verkauftem Exemplar einen Baum ab PrimaKlima zu spenden & hoffe so, den CO2-Abdruck wieder ein Stück weit ausgleichen zu können.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Blogbeitrag mein Herzensthema ein Stückchen näher bringen & euch dazu motivieren, ein paar dieser Tipps auch bei Eurer Hochzeit umzusetzen.